Freeman White strebt danach in seinen Werken einer Hommage an die alten Meister Ausdruck zu verleihen, die er im Laufe seiner Karriere sorgfältig studierte. Altes und Neues in seinem eigenen Schaffen miteinander zu verbinden und daraus die Gegenwart zu erschaffen ist sein künstlerischer Antrieb. In einer schnelllebigen Welt in der die zeitgenössische Istallations- und Medienkünste ihren temporären Grenzen schon entgegensehen, erfährt die Malerei dagegen eine Chance zur Wiedergeburt um die Komplexität des menschlichen Seins längerfristig zu konservieren. White sieht die Malerei demnach als eine der kräftigsten und ausdrucksstärksten Stimmen der modernen und zeitgenössischen Kunst.
Der in Hawkes Bay, Neuseeland geborene Freeman White wurde schon in jungen Jahren von seinen Eltern künstlerisch gefördert und gewann schon während seiner Highschoolzeit zahlreiche Kunst- und Rednerpreise. Nach einem Auslandsjahr in Deutschland begann er 1998 ein einjähriges Studium an der Elam School of Fine Arts in Auckland. „Ich war über die Missachtung der Malerei an der Elam entsetzt!“, äußerte sich White später über seine Studienzeit in Auckland.
Im Jahre 2001 erhielt er ein Ehrenstipendium der Learning Connexion in Wellington wo er auch erstmals auf den heute befreundeten Künstlerkollegen Sandro Kopp traf. Nach seinem Abschluss wurde er als Dozent an die Schule zurückgerufen und nahm dies als Möglichkeit wahr sein Schaffen als Künstler selbst zu analysieren und Nachwuchstalente auf ihrem eigenen Weg zu begleiten. 2006 belegte er den ersten Platz des ADAM Portrait Awards und sicherte somit seinem Gemälde „Portrait of Hans“ eine dauerhafte Präsenz innerhalb der Sammlung der New Zealand Portrait Gallery, von dem er auch bald darauf den Auftrag für ein Doppelportrait der Gründungsmitglieder Bill und Judy Williams bekam. Derzeit ist Freeman White mit sechs seiner Werke innerhalb der Sammlung vertreten. Während eines 6 monatigen Aufenthalts in Schottland, in Folge einer Einladung des Direktors der National Portrait Gallery Scotland, James Holloway, entstanden einige weitere Portraits, unter anderem „Portrait of the Architect and Sculptor“ und ein Portrait Holloways selbst.
White spricht über diese Zeit mit Begeisterung:“Ich bekam einen Einblick hinter die Kulissen der National Galerien und den Restaurationswerkstätten, wo ich die Möglichkeit hatte die wunderbarsten Kunstwerke aus nächster Nähe zu betrachten.“ Noch im gleichen Jahr zog es den Künstler ins Moseltal nach Deutschland, wo er sich drei Monate im Staffelter Hof aufhielt und dort seine beiden Stillleben „Vanitas“ und „Still-life with Pheasant“ vollendete. Derzeit lebt Freeman White in seiner Heimat Neuseeland wo kürzlich unter anderem auch einige seiner Landschaftmalereien in Publikationen, wie in Denis Robinsons „New Zealand’s Favourite Artists“, erschienen sind. Ende 2008 erschien der Bildband „New Zealand’s Portraits“ von Richard Wolfe in dem ebenfalls einige Werke Whites abgedruckt wurden. Ende diesen Jahres erscheint in den Neuseeländischen Kinos ein Film des Autors und Cartoonists Tom Scott und des Regiseurs Paul Middleditch mit Thomas Kretschmann, an dem Freeman White als „Ghost-Painter“ beteiligt war.
